Karl-Weiser-Preis für Joachim Bergauer und Cäcilia Gabriel

Der Fotokünstler Bergauer sowie die Objekt- und Textilkünstlerin Gabriel erhalten den Preis, der an den Künstler Karl Weiser erinnert.

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sagte bei der Preisverleihung: "Salzburg mag vor allem für die darstellende Kunst, die hier alljährlich auf höchstem Niveau geboten wird, weltberühmt sein. Salzburgs Kunst 'lebt' aber auch im Schaffen seiner großartigen zeitgenössischen bildenden Künstlerinnen und Künstler."

Die Preisträger mit Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Wolfgang Weiser.                                                                                  

Der mit 5000 Euro dotierte Karl-Weiser-Preis 2016 wurde von der Witwe des Malers Karl Weiser, Martha Weiser, gestiftet und vom Stiftungskuratorium der Karl-Weiser-Stiftung vergeben.

Bei der Überreichung des Preises würdigte Landeshauptmann Haslauer das Lebenswerk des vor 28 Jahren verstorbenen Salzburger Künstlers Karl Weiser. "Seine Secco-Malereien, seine Glasfenster und Glasmalereien sind ein bedeutender Teil unseres kulturellen und künstlerischen Vermächtnisses. Es war daher wert und würdig, diesem Salzburger Pionier der Kunst im öffentlichen Raum einen bedeutenden Salzburger Kunstpreis zu widmen", sagte Haslauer.
Karl Weiser, 1911 in Salzburg geboren und 1988 gestorben, war ein österreichischer Maler mit Arbeitsschwerpunkt sakrale Kunst. Er studierte von 1930 bis 1937 an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Karl Sterrer und arbeitete als Buchgraphiker und Buchgestalter beim Otto Müller Verlag. 1938 bzw. 1939 heiratete er Martha Weiser (1913-2008), welche die erste Stadträtin in der Stadt Salzburg war.

Joachim Bergauer (Jahrgang 1965), gebürtiger Pongauer, hat als Fotograf schon viele Auszeichnungen erhalten. Er fotografiert immer wieder auch für die Salzburger Nachrichten.

Cäcilia Gabriel, 1964 in Saalfelden geboren, studierte von 2003 bis 2008 an der Universität Mozarteum Salzburg Malerei und Textiles Gestalten. Gabriel sagt zu ihrer künstlerischen Tätigkeit: "Kunst hin oder her. Ich will einfach nur experimentieren, fantasieren und mich ausdrücken. Lebendig werden die Objekte durch den ,bewegten' Strich meiner Nähmaschine."

(Quelle: SN vom 08.11.2016)